Schrothkur

Schrothkur

Die Schrothkur geht auf den Fuhrmann Johann Schroth zurück und ist ein Naturheilverfahren, bei dem es Trink- und Trockentage gibt. Zugeschrieben wird sie der Traditionellen Europäischen Medizin und wird in zahlreichen europäischen Kurkliniken wie dem anerkannten Schroth-Heilbad in Oberstaufen angeboten. Die Schrothkur dauert zwei bis drei Wochen und hat das Ziel, den Körper zu entgiften.

Die Entgiftung regt die Selbstheilungskräfte des Körpers an und zudem kann durch die Schrothkur enorm an Gewicht abgenommen werden. Eine Schrothkur ist jedoch nicht als Diät im üblichen Sinn zu verstehen und wird daher von vielen Medizinern und Ernährungswissenschaftlern abgelehnt. Neben der klassischen Schrothkur gibt es zwischenzeitlich auch moderne Varianten. Der Deutsche Schrothverband vertritt aber weiterhin die klassische Form, während der Internationale Schrothbund eher zu den modernen Varianten tendiert. Element der Schrothkur ist eine spezielle salz- und fettlose sowie eiweißarme Kost mit Reis-, Grieß- und Haferbrei. Zudem gibt es gekochtes Gemüse und gekochtes Obst sowie trockene Brötchen. Des weiteren gibt es Trink- und Trockentage, d.h. bei einer klassischen Schrothkur gibt es drei Trockentage, an denen weniger als ein halber Liter Flüssigkeit eingenommen wird.

Abwechselnd gibt es je zwei „kleine“ und zwei „große“ Trinktage. Eher den ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechen die modernen Varianten, bei denen die Umstellung der Kurkost auf eine Mischkost entscheidend ist. Hierbei wird die Kalorienmenge von anfangs ca. 500 Kalorien über 1.000 auf ca. 1.500 Kalorien pro Tag gesteigert. Dies verhindert den sog. Jojo-Effekt nach einer Diät. Zudem wird die Flüssigkeitszufuhr während der Trockentage erhöht. Es gibt rund 20 Indikationen für die Schrothkur, die von Stoffwechselstörungen über Gicht bis zu Migräne und Allergien und sogar dem Burn-Out-Syndrom reichen.